Wer wir sind. Was wir wollen

Wie viele andere Basisinitiativen können wir aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nur eingeschränkt arbeiten: Es gibt keine Sitzungen mehr, unsere Infotische und Transparente bleiben im Keller, Netzwerk-Treffen finden nur am Telefon statt.

Aber ganz aus der Öffentlichkeit verschwinden wollen wir dann doch nicht. Und so inszenieren wir dann und wann Aktionen – wie die am 15. Mai zu den Klimafolgen des EU-Kanada-Handelsabkommen CETA (oben, auf der Konstanzer Marktstätte). Oder  unser Beitrag zum Klimastreiktag am 24. April (Bild rechts).

Außerdem informieren wir weiter über alles, was uns wichtig erscheint – auf unserer Nachrichtenseite. Und falls Sie jetzt Zeit für eine vertiefende Lektüre haben sollten, finden Sie auf unserer Seite Studien & Analysen jede Menge Lesestoff.


Unsere Ziele, unsere Arbeit

Das Konstanzer Bündnis für gerechten Welthandel – gegen TTIP, CETA und TiSA besteht seit August 2014. In ihm haben sich über ein Dutzend AktivistInnen aus dem Landkreis Konstanz zusammen geschlossen, die die geplanten und teilweise ausgehandelten Handelsabkommen der EU verhindern wollen. Denn diese beschleunigen die neoliberale Globalisierung: Sie sehen einen massiven Abbau von sogenannten Handelshemmnissen wie Sozial-, Verbraucherschutz-, Arbeits-, Datenschutz- und Umweltstandards vor, sie untergraben durch das Klagerecht für Konzerne die Demokratie und verhindern weitere Maßnahmen zum Schutz von Natur und Mensch – hier in der Region, in der industrialisierten Welt und auch im Globalen Süden. Vor allem aber geht es bei der EU-Politik um noch mehr Wachstum, noch mehr Profite, noch mehr klimazerstörendem Transport von zumeist umweltschädlich erzeugten Produkten.

Das Bündnis wird unterstützt von 19 regionalen und lokalen Gruppen, Initiativen, Verbänden, Parteien und Gewerkschaften.

Was unternehmen wir?

Wir entwickeln gemeinsam Aktivitäten gegen die EU-Handelspolitik und ihrer ruinösen Folgen. Dazu gehören:

Außerdem unterstützen wir diverse nationale und internationale Kampagnen wie derzeit beispielsweise die Aktion Lieferkettengesetz.

 

 

Wir verstehen uns als Teil einer internationalen Widerstandsbewegung gegen die uneingeschränkte Marktöffnung, gegen Deregulierung und Privatisierung. Gleichzeitig lehnen wir national bornierte Kritik am internationalen Handel strikt ab. Mit Rechtspopulisten wie Donald Trump, Marine Le Pen oder den AfD-PolitikerInnen haben wir genau so wenig zu tun wie mit jenen, die mit Freihandelsabkommen die Globalisierung beschleunigen, die soziale Ungleichheit vertiefen und den Planeten mit noch mehr (oft unnützen) Waren- und Datenhandel zerstören wollen. Wir sind für offene Grenzen und einen gerechten Welthandel.

Da uns internationale Solidarität wichtig ist, haben wir uns an der selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP und CETA beteiligt, die europaweit von rund 3,5 Millionen BürgerInnen unterzeichnet wurde; im EBI-Sammelzeitraum von Oktober 2014 bis Oktober 2015 haben an unseren Infoständen über 3200 BewohnerInnen der Region unterschrieben (nicht mitgerechnet sind die Online-Unterschifen, die durch unsere Initiative zusammen kamen).

Wir schauen auch über den Tellerrand – und haben uns in letzter Zeit zunehmend mit den sogenannten Economic Partnership Agreements (EPAs) beschäftigt, die die EU mit den meisten afrikanischen Staaten abschließen will. Diese Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, über die viel zu wenig bekannt ist, haben mit Partnerschaft wenig zu tun: Sie sehen die Öffnung afrikanischer Märkte für die hochsubventionierten Überschüsse der EU-Agrarindustrie vor – und sollen gleichzeitig die dortigen Rohstoffe für westliche Konzerne sichern.

Widersetzen wir uns gemeinsam!

Worum es bei den diversen Abkommen geht, lesen Sie hier.

Ausführliche Untersuchungen und Analysen zu verschiedenen Aspekten der geplanten Handelsabkommen stehen auf unserer Seite „Studien“.

Papers and Studies in English can be found here (scroll to the bottom).

Aktuelle News finden Sie auch auf unserer öffentlich zugänglichen Facebook-Seite. Und auf Twitter.

Das Konstanzer Bündnis ist übrigens Mitglied im Netzwerk Gerechter Welthandel Baden-Württemberg. Es besteht aus lokalen Initiativen und Bündnissen in Aalen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim, Offenburg, Ludwigsburg/Weissau und Stuttgart.