Wer wir sind. Was wir wollen

„Stoppt CETA!“: Aktion beim Landesparteitag der baden-württembergischen Grünen in Konstanz, 6. Oktober 2018

Das Konstanzer Bündnis für gerechten Welthandel – gegen TTIP, CETA und TiSA besteht seit August 2014. In ihm haben sich über einem Dutzend AktivistInnen aus dem Landkreis Konstanz zusammen geschlossen, die die geplanten und teilweise ausgehandelten Handelsabkommen der EU verhindern wollen. Denn diese beschleunigen die neoliberale Globalisierung: Sie sehen einen massiven Abbau von sogenannten Handelshemmnissen wie Sozial-, Verbraucherschutz-, Arbeits-, Datenschutz- und Umweltstandards vor, sie untergraben durch das Klagerecht für Konzerne die Demokratie und verhindern weitere Maßnahmen zum Schutz von Natur und Mensch – hier in der Region, in der industrialisierten Welt und auch im Globalen Süden.

Das Bündnis wird mitgetragen von mittlerweile zwanzig regionalen und lokalen Gruppen, Initiativen, Verbänden, Parteien und Gewerkschaften.

Was unternehmen wir?

Wir entwickeln gemeinsam Aktivitäten gegen die Handelsabkommen und den damit einhergehenden gravierenden Demokratieabbau. Dazu gehören:

Und wir unterstützen nationale Kampagnen, wie diese hier gegen den geplanten Multilateralen Investitionsgerichtshof (MIC):

Wir verstehen uns als Teil einer internationalen Widerstandsbewegung gegen die uneingeschränkte Marktöffnung, gegen Deregulierung und Privatisierung. Gleichzeitig lehnen wir national bornierte Kritik am internationalen Handel strikt ab. Mit Rechtspopulisten wie Donald Trump, Marine Le Pen oder den AfD-PolitikerInnen haben wir genau so wenig zu tun wie mit jenen, die mit Freihandelsabkommen die Globalisierung beschleunigen, die soziale Ungleichheit vertiefen und den Planeten mit noch mehr (oft unnützen) Waren- und Datenhandel zerstören wollen. Wir sind für offene Grenzen und einen gerechten Welthandel.

Da uns internationale Solidarität wichtig ist, haben wir uns an der selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP und CETA beteiligt, die europaweit von rund 3,5 Millionen BürgerInnen unterzeichnet wurde; im EBI-Sammelzeitraum von Oktober 2014 bis Oktober 2015 haben an unseren Infoständen über 3200 BewohnerInnen der Region unterschrieben (nicht mitgerechnet sind die Online-Unterschifen, die durch unsere Initiative zusammen kamen).

Wir schauen auch über den Tellerrand – und haben uns in letzter Zeit zunehmend mit den sogenannten Economic Partnership Agreements (EPAs) beschäftigt, die die EU mit den meisten afrikanischen Staaten abschließen will. Diese Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, über die viel zu wenig bekannt ist, haben mit Partnerschaft wenig zu tun: Sie sehen die Öffnung afrikanischer Märkte für die hochsubventionierten Überschüsse der EU-Agrarindustrie vor – und sollen gleichzeitig die dortigen Rohstoffe für westliche Konzerne sichern.

Widersetzen wir uns gemeinsam!

Worum es bei den diversen Abkommen geht, lesen Sie hier.

Ausführliche Untersuchungen und Analysen zu verschiedenen Aspekten der geplanten Handelsabkommen stehen auf unserer Seite „Studien“.

Papers and Studies in English can be found here (scroll to the bottom).

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