Wer (oder was) ist Konstanz gegen TTIP?

 

Das Bündnis gegen TTIP, CETA und TiSA im Kreis Konstanz besteht aus einer Gruppe von über einem Dutzend AktivistInnen aus dem Landkreis Konstanz, die die geplanten und teilweise ausgehandelten Handelsabkommen der EU verhindern wollen. Denn diese sehen einen massiven Abbau von sogenannten Handelshemmnissen wie Sozial-, Verbraucherschutz-, Arbeits-, Datenschutz- und Umweltschutzstandards vor – und untergraben durch das Klagerecht für Konzerne die Demokratie.

Das Bündnis besteht seit August 2014  – und wird mitgetragen von mittlerweile 23 regionalen und lokalen Gruppen, Initiativen, Verbänden, Parteien und Gewerkschaften.

Was unternimmt unser Bündnis?

Wir entwickeln gemeinsam Aktivitäten gegen die Handelsabkommen und den damit einhergehenden gravierenden Demokratieabbau. Dazu gehören:

 

Wir verstehen uns als Teil einer internationalen Widerstandsbewegung gegen die uneingeschränkte Marktöffnung, gegen Deregulierung und Privatisierung. Gleichzeitig lehnen wir national bornierte Kritik am internationalen Handel strikt ab. Mit Rechtspopulisten wie Donald Trump, Marine Le Pen oder den AfD-PolitikerInnen haben wir nicht das Geringste zu tun. Wir sind für offene Grenzen und einen gerechten Welthandel.

Da uns internationale Solidarität wichtig ist, haben wir uns an der selbstorganisierten Europäischen Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP und CETA beteiligt, die europaweit von rund 3,5 Millionen BürgerInnen unterzeichnet wurde; im EBI-Sammelzeitraum von Oktober 2014 bis Oktober 2015 haben an unseren Infoständen über 3000 BewohnerInnen der Region unterschrieben. Wir schauen auch über den Tellerrand – und wenden uns zunehmend den sogenannten „Economic Partnership Agreements“ (EPAs) zu, die die EU mit den meisten afrikanischen Staaten abschließen will. Diese Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, über die viel zu wenig bekannt ist, haben mit Partnerschaft wenig zu tun: Sie sehen die Öffnung afrikanischer Märkte für die hochsubventionierten Überschüsse der EU-Agrarindustrie vor – und sollen gleichzeitig die dortigen Rohstoffe für westliche Konzerne sichern.

Widersetzen wir uns gemeinsam!

Worum es bei den diversen Abkommen geht, lesen Sie hier.

Ausführliche Untersuchungen und Analysen zu verschiedenen Aspekten der geplanten Handelsabkommen stehen auf unserer Seite „Studien“. Papers and Studies in English can be found here (scroll to the bottom).

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